Ein neues Lächeln für Andrea

Ein Patientenfall von Eric D. Kukucka, DD (Kanada)

„Sie und Ihr Team gaben mir die Lebensqualität zurück. Jetzt kann ich wieder rausgehen, ohne mich zu schämen. Ich kann auf Fotos lachen; gemeinsam mit meinen Kindern. Ich kann endlich wieder normal leben. Mein Glück ist kaum in Worte zu fassen“, schreibt Andrea. Mit Digital Denture konnte ihr die Lebensqualität zurückgegeben werden.

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Die Patientin

Name: Andrea
Alter: 25 Jahre
Land: Kanada

Ausgangssituation
Andrea ist 25 Jahre, als sie von ihrem Zahnarzt, Dr. Peter Siedlakowski, an uns überwiesen wurde. Sie konsultierte die Praxis gemeinsam mit ihrer Mutter und schilderte ihre dramatische Situation. Die junge Frau leidet an einer genetischen Veränderung, deren Symptom eine gestörte Zahnschmelzentwicklung ist. Zudem ist sie an Fibromyalgie* erkrankt.

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Der Behandler

Eric D. Kukucka  |  Facebook  |  Instagram

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Die Patientin hat sich in den vergangenen Jahren durchschnittlich drei- bis viermal pro Tag erbrochen. Die daraus resultierende Säureerosion schädigte ihr ohnehin schon gefährdetes Gebiss erheblich. In den vergangenen Jahren erhielt Andrea zahlreiche Antibiotika, deren Wirkung zunehmend schwächer wurde. Als Folge von Infektionen mussten mehrere Zähne extrahiert werden. Aufgrund der schlechten dentalen Situation war ihre Ernährung beeinträchtigt. Zudem belastete sie die eingeschränkte Ästhetik. Sie lächelte nicht mehr. Die Psyche war stark beeinträchtigt – ein Teufelskreis. 

*Was ist Fybromyalgie?

Fibromyalgie ist ein chronisches Syndrom mit Schmerzen in verschiedenen Körperregionen und vermehrter Erschöpfung. Zu den Kernsymptomen kommt eine Reihe von Begleitsymptomen wie Morgensteifigkeit und Konzentrationsstörungen.

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Andrea konsultierte unsere Praxis mit ihrer strahlenden Persönlichkeit, ihrem wundervollen Spirit und der großen Motivation, endlich ein neues Lächeln zu erhalten. Sie zeigte zunächst eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf das ästhetische Ergebnis. In enger Zusammenarbeit mit Eric Kukucka und Dr. Mark Shuren konnten wir ihr jedoch zeigen, was wirklich möglich ist. Ihr Lächeln hat nicht nur mein Lächeln verändert. Vielmehr erinnert mich ein solcher Patientenfall auch immer daran, warum ich mich für meinen Beruf entschieden habe.

Dr Peter Siedlakowski, BSc. MSc DDS, überweisender Zahnarzt

Wünsche der Patientin an die Behandlung

  • geringer Aufwand mit wenigen Therapiesitzungen
  • keine vorübergehende Zahnlosigkeit
  • adäquates ästhetisch-funktionelles Ergebnis
Trotz aller Möglichkeiten ist es schwierig, eine geeignete Behandlungsmethode zu finden, wenn die Langzeitstabilität der Massnahmen nicht gesichert ist. Daher planten wir für Andrea zunächst eine temporäre Lösung als therapeutischen Zwischenschritt.

Geplanter Therapieweg

  • Extraktion der nicht erhaltungsfähigen Zähne und sofortiges Einsetzen der temporären Restauration 
  • Interimsversorgung mit Digital Denture
  • therapeutische Phase mit Digital Denture-Prothesen
  • implantatprothetische Restauration

Die wenigen noch vorhandenen Zähne sind stark zerstört und nicht erhaltungsfähig. Andrea hat aufgrund ihrer dentalen Historie Angst vor einer komplexen Behandlung.

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Die noch vorhandenen Zähne im Ober- und Unterkiefer waren nicht erhaltungsfähig und sollten extrahiert werden. Da die Patientin zu keinem Zeitpunkt zahnlos sein wollte, sollten zum Termin der Extraktionen bereits Interimsprothesen vorliegen. Um ein gutes ästhetisch-funktionelles Ergebnis zu erzielen und vor dem eigentlichen Eingriff die Interimsprothesen fertigzustellen, fiel die Entscheidung auf Digital Denture*.

*Was ist Digital Denture?

Digital Denture ist ein kompletter Herstellungsprozess zur schnellen, digitalen Fertigung von abnehmbaren Prothesen. Eine exklusiv entwickelte Design-Software, aufeinander abgestimmte Materialien in Kombination mit speziellen Fertigungsstrategien bis hin zur modernen Fräsmaschinen-Plattform PrograMill versprechen vorhersehbare und konstante Ergebnisse.

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Herstellen der Interimsversorgung mit Digitale Denture

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Die Situationsmodelle wurden mit dem Laborscanner (3Shape) digitalisiert und der Datensatz in die Digital Denture-Software importiert. Vor der CAD-Konstruktion mussten die noch vorhandenen Zähne auf den virtuellen Modellen radiert werden. Hierfür stehen in der Software virtuelle Werkzeuge zur Verfügung. Basierend auf der Kieferrelationsbestimmung wurde die vertikale Dimension zwischen Ober- und Unterkiefer um 5,5 mm angehoben.

Konventionelle Situationsabformungen.

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Digitalisierte Situationsmodelle in der Digital Denture-Software.

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Radieren der Zähne mit speziellen virtuellen Werkzeugen.

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Digitales Modellvermessen adäquat zum konventionellen Vorgehen.

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Mithilfe der Digital Denture Full Arch-Zahnbibliothek erfolgt die Auswahl der Zahnformen. Als passende Zahnform wählten wir die Zahnlinie Phonares II B71-L50-N3 aus. Automatisch erstellte die Software eine Musteraufstellung, die bei Bedarf individualisiert werden kann. 
 

Digital Denture-Software. Der Prozess ist weitestgehend automatisiert, wobei immer individuelle Anpassungen möglich sind.

Auswahl der Zahnformen in der Digital Denture Full Arch- Zahnbibliothek.

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Nach dem Prüfen grundlegender Parameter wurden Feinheiten angepasst, die Prothesenbasis finalisiert sowie die Gingivakonturen charakterisiert. Smarte virtuelle Werkzeuge machen bei Digital Denture die Handhabung einfach. 
 

Automatisch stellt die Software die Zähne entsprechend der Modellanalyse auf. Anpassungen sind jederzeit möglich.

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Nach dem Speichern der CAD-Konstruktion generierte die Software zwei CAM-Outputs:
  • CAM-Output zum Fräsen Zahnkranz 
  • CAM-Output zum Fräsen Prothesenbasis
Im Digital Denture-Prozess sind verschiedene PMMA-Scheiben integriert; in diesem Fall wählten wir IvoBase CAD Pink V. Das Fräsen des Zahnkranzes erfolgte aus einem polychromatischen DCL-Kunststoff* (SR Vivodent CAD multi). Für das Fräsen der Prothesenbasis dient eine gingivafarbene PMMA-Scheibe (IvoBase CAD). 

*Was ist ein DCL-Kunststoff?

DCL bedeutet Double-Cross-Linked. Im Vergleich zu herkömmlichem PMMA zeichnet sich DCL bei ähnlicher Flexibilität durch höhere Druckfestigkeit aus. Die SR Vivodent CAD multi sind zahnfarbene Discs mit mehrschichtigem Farbverlauf. Eine Besonderheit des Materials ist der Pearl-Structure-Effect. Dieser Effekt verleiht den monolithisch gefrästen Zähnen ein natürliches Aussehen.
 

Zahnkranz und Prothesenbasis werden im Oversize-Prozess gefräst (PrograMill PM7*). Während der Zahnkranz okklusal überdimensioniert herausgearbeitet wird, werden die basalen Flächen passend zur Prothesenbasis gefräst. Anschliessend können Zahnkranz und Prothesenbasis miteinander vereint werden. Für den einfachen Klebevorgang steht ein Zweikomponenten-Kleber (IvoBase CAD Bond) zur Verfügung. In der PrograMill folgen das maschinelle Feinfräsen und Finieren; Zahnkranz und Prothesenbasis erhalten ihr definitives Design.

 

*Was ist die Besonderheit an der PrograMill PM7?

Die PrograMill PM7 setzt Massstäbe auf industriellem Standard. Die Hochleistungsmaschine bearbeitet eine Vielzahl von Materialien im Nass- und Trockenmodus. Die hohe Dynamik und effiziente Bearbeitung führen zu präzisen und schnellen Fertigungsergebnissen. Gesteuert wird die 5-Achs-Fertigung über den integrierten PC mit Touch-Monitor.

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Die PMMA-Disc IvoBase CAD für das Fräsen der Prothesenbasis im Farbton Pink V.

Ausgefräster Zahnkranz in der SR Vivodent CAD Multi-Disc.

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Die ausgefräste PMMA-Discs nach dem groben Fräsen der Prothesenbasis im Over-Size-Prozess.

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Nach dem definitiven Fügen von Prothesenbasis und Zahnkranz mit IvoBase CAD Bond erfolgt der zweite Fräsvorgang …

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... und nach dem Fügen das Heraustrennen der Interimsprothese aus der Disc.

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Die Digital Denture-Interimsprothesen bedürfen im Dentallabor nach dem CAD/CAM-Prozess nur noch weniger manueller Arbeitsschritte.

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Die manuellen Arbeitsschritte für das Ausarbeiten beschränken sich auf ein Minimum. Die vestibulären Bereiche der Prothesenbasis mit ihrer natürlichen Morphologie wurden bereits in der Software angelegt und maschinell 1:1 übernommen. Den weichen Übergang vom Zahn in das Zahnfleisch erzielten wir mit einem feinen Fissurenbohrer. Zum Separieren der Zähne diente eine elastische Trennscheibe. Nach der Vorpolitur am Handstück gaben wir den Prothesen an der Poliereinheit mit Bimsstein sowie Polierpaste und Baumwollschwabbel den „Feinschliff“. Die digital gefertigten Interimsprothesen lagen vor den Zahnextraktionen vor. 
 

Segmentieren der Zähne mit einer Trennscheibe.

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Im digitalen Prozess hergestellte Interimsprothesen mit natürlichem Aussehen. Gleichmässig dünne Prothesenbasis im Oberkiefer.

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Am Tag der Zahnextraktionen lagen die im Digital Denture-Prozess gefertigten Interimsprothesen vor. Unter Vollnarkose wurden die nicht erhaltungsfähigen Zähne extrahiert. Um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen, wurde zusätzlich eine Alveoloplastik* vorgenommen. Der Eingriff verlief komplikationslos. Nach dem Aufwachen aus der Narkose erhielt Andrea ihre Interimsprothesen eingegliedert und wurde unter Obhut ihrer Mutter aus der Praxis entlassen. Eine Woche später erschien sie zur Nachkontrolle und war ein neuer Mensch. Nicht nur die Optik hat sich massiv verändert, sondern ihr gesamtes Auftreten drückte Sicherheit und Selbstvertrauen aus.

Der Patientin wurde nicht nur ein neues Lächeln verliehen, sondern – was in diesem Fall noch viel wichtiger erscheint – eine messbare Verbesserung der Lebensqualität. Dank des Digital Denture-Prozesses war der Aufwand der Behandlung für die Patientin gering. Die Zahl der Behandlungstermine konnte auf ein Minimum reduziert und das Erfolgserlebnis maximiert werden. 

*Was ist eine Alveoloplastik?

Unter Alveoloplastik versteht man ein chirurgisches, knochenaufbauendes Verfahren zur Rekonstrurierung des Kieferknochens.

Digital Denture ist ein automatisierter Herstellungsprozess zur schnellen, digitalen Fertigung von abnehmbaren Prothesen. Dieser innovative Prozess bot der jungen Patientin einen Ausweg aus ihrer schwierigen Situation und der Leidensphase. Wir konnten CAD/CAM-gestützt einen abnehmbaren Zahnersatz herstellen, ohne gewohnte klinische Prozessabläufe zu verändern. Zum Zeitpunkt des chirurgischen Eingriffs waren bereits die Prothesen einsatzbereit.

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Als Zahnarzt erlebt man oft Situationen, in denen sich das Erscheinungsbild und Lebensgefühl eines Patienten aufgrund einer bestimmten Behandlung deutlich verbessern. Diesem Erfolgserlebnis ist in der Regel eine komplexe oralchirurgische Rekonstruktion vorgeschaltet. Eine derartige Veränderung „nur“ mit der Extraktion von Zähnen und einer neuen Prothese zu erreichen, ist außergewöhnlich! Als Eric Kukucka sich mit dem Therapieplan für die Patientin an mich wandte, faszinierte mich das neue Verfahren. Und während der eigentliche operative Eingriff Routine darstellte, wurde damit weitaus mehr erreicht, als „nur“ ein neuer Zahnersatz. Es war mir wirklich eine Ehre, in der Therapie – in diesem „Wohlfühl-Fall“ – involviert gewesen zu sein.

Dr Mark Shuren, Hon BSC, DDS, FRCD(c), Oralchirurg

Im nächsten Schritt wird Andrea implantatprothetisch versorgt werden. Sie hat großes Vertrauen in uns als Behandlungsteam und wird sich daher der nächsten Herausforderung mutig und hoffnungsvoll stellen.
 
Wir alle gemeinsam begleiteten Andrea auf ihrem Weg zu einer wiedergewonnenen Lebensqualität. Das ist mehr als „nur“ Zahnersatz.
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